You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

print article Artikel drucken
Bogibeel Bridge, Indien

120 Jahre Lebensdauer: Bogibeel-Bridge, Nordostindien

Um den Brahmapudra in seinem Oberlauf, knapp 200 km nach seinem nominellen Beginn am Fuß des Himalaya zu queren, ist eine fast fünf Kilometer breite Brücke erforderlich. Ihre Projektierung reicht bis in das Jahr 1985 zurück, sie gilt als das bedeutendste Infrastrukturvorhaben Nordindiens. Die Region Assam im Nordosten Indiens ist nicht nur für seinen Tee, sondern auch für seinen starken Monsunregen bekannt. Unter anderem die damit verbundenen massiven Überschwemmungen führten zu einer erheblichen Verzögerung des 2002 begonnenen Projektes, dessen Dauer offiziell mit 200 Monaten beziffert wird.

Fokus Erdbebensicherheit
Die Brücke befindet sich in einer geologisch hoch aktiven Zone. Hier schiebt sich der Subkontinent auf die asiatische Kontinentalplatte, weshalb sie besonders erdbebensicher angelegt sein musste. Sie soll Erdbeben bis zur Stärke 7,0 auf der Richterskala standhalten.

Das mit dem Bau beauftragte Firmenkonsortium unter Führung von Hindustan Construction Company (HCC) und Gammon India entschloss sich, die Stahlfachwerkkonstruktion der Brücke vollständig zu verschweißen. Die neue Flussquerung ruht auf 40 Pfeilern zwischen denen jeweils 125 m lange Teilbrücken, die statisch als Einfeldträger wirken, spannen. Sie besteht aus zwei, in Stahlbeton erstellten Verkehrsebenen; die untere dient der Eisenbahn, die obere dem Individualverkehr. Die Spurweite des Gleispaares beträgt 1.676 mm, was der indischen Breitspur entspricht. Die Gleisebene wird vollständig überdeckt von einer zweispurigen Fahrstraße, die auf beiden Seiten zusätzlich einen fahrradwegbreiten Randstreifen aufweist. Die Baukosten, die zunächst mit 250 Mio. USD veranschlagt waren, werden nicht zuletzt auf Grund der Bauverzögerungen mit nunmehr 740 Mio. USD angegeben.

FÜR TRAGWERKSPLANER, BAUINGENIEURE & INTERESSIERTE ARCHITEKTEN

STRUCTURE-NEWSLETTER

Wir informieren Sie in unserem Newsletter regelmäßig über tragwerksrelevante Tehmen und richten dabei den Fokus auf die wichtige Rolle der Tragwerksplaner für das Gelingen anspruchsvoller Bauwerke.