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Brückenkonzept, TU München, Brücke, Rad- und Fußgängerbrücke, München

Brückenschlag gen Olympiapark: Entwürfe von Studenten der TU München regen zur Diskussion an

Nachhaltige Mobilität ist sein Thema. Simon Herzog, Wirtschaftsingenieur, Projektmanager am Gründerzentrum der TU München und Mitglied im Landesvorstand des ADFC Bayern beschäftigt sich schon lange mit der Idee für eine »leistungsfähige« Radroute von der Münchner Innenstadt in den Olympiapark. Hier kommt eine Rad- und Fußwegbrücke ins Spiel, die den künftigen Neubau des Justizgebäudes mit dem neuen Münchner Kreativquartier verbinden könnte.

Vier Studententeams der Ingenieurfakultät Bau Geo Umwelt der TU München haben Herzogs Gedanken aufgegriffen und im Sommersemester 2019 unter der Leitung ihres Professors Martin Mensinger erste Entwürfe ausgearbeitet, »die dem Planungsreferat als Inspiration dienen sollen«. Unterstützt wurden sie dabei von den Münchner Ingenieurbüros Grassl, Mensinger Stadler, BPR Dr. Schäpertöns sowie SSF Ingenieure.

Inklusive langer Rampen, die Raum für weitere Nutzungen wie Parken oder Gastronomie schaffen sollen, sind die geplanten Brücken jeweils rund 350 Meter lang. Dank der avisierten hohen Vorfertigungsgrade sind mindestens drei Gruppen sicher, dass die aufbaubedingte Straßensperrung auf eine Nacht begrenzbar ist. Die jungen Teams beindruckten mit ihrer Kommunikationsstärke – hier wird gerade Bauingenieuren immer wieder Nachholbedarf nachgesagt – sowie der Vielfalt und teils sehr detaillierten Ausarbeitung ihrer Entwürfe.

Rahmen-, Flügel-, Fachwerk- und Rosengoldbrücke

So setzte eine Gruppe gezielt auf »Minimalismus und Dynamik«, um sich der unmittelbaren Umgebung anzupassen. Sie entwickelte eine Rahmenbrücke aus Stahlbeton mit gevoutetenTrägern, Geländer aus netzartigem Drahtgitter, einem 1,75 Meter breiten Gehweg und zwei je 1,80 Meter breiten Radspuren.  

Das zweite Team ließ sich von den Bauwerken des nahegelegenen Olympiaparks inspirieren und plante eine filigrane Flügelbrücke. Die Rampensysteme dieser Schrägseilbrücke mit Pylonen integrieren eine Bar und Shops auf der einen und Raum für Parkplätze auf der einen Seite.

Auf Nachhaltigkeit und ein einfaches Fachwerk, das sich an den industriellen Charakter des Viertels anpasst, legte die dritte Gruppe ihren Fokus. Begrünte Rampen sollen die Luftqualität vor Ort verbessern. Speziell für die Auffahrt im Süden denkt das Team an einen photovoltaikfähigen Fahrbahnbelag, der gleichzeitig Strom erzeugt.   

Gruppe 4 setzte sich kritisch mit den oftmals lieblos daher kommenden Neubauten in München und Gegenbeispielen auseinander. Für ihre »Rosengoldbrücke« ließen sich die Studenten »von einer Rose inspirieren, die auf einen Stein fällt«. Die rund 320 Meter lange freigeformte Stahlkonstruktion spannt 49 Meter stützenfrei über die Schwere-Reiter-Straße und schafft nebenbei Raum für ein gläsernes Café nahe dem Justizgebäude.

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