You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

print article Artikel drucken
Hamburg, Hochbahn, Elbbrücken, Gerkan Marg und Partner (gmp), schlaich bergermann partner (sbp)

Den Bogen raus: U-Bahn-Halt Hamburg-Elbbrücken

Die verlängerte U-Bahnlinie 4 wird sicherlich schnell zu der angesagten Hamburger Touristenlinie avancieren, da sie den Hauptbahnhof und das Rathaus mit der Elbphilharmonie und der Hafen-City verbindet. Aktuell endet die am 6.12.2018 in Betrieb genommene Linie an den Elbbrücken im Südosten der Hafencity. Auf ihren letzten Metern taucht die Trasse aus dem Untergrund auf und die Züge fahren nach einer scharfen Rechtskurve in die röhrenartige Bahnhofshalle ein. Da diese parallel zu der gusseisernen Elbbrücke der B75 angeordnet wurde, ist die Intention offenbar: Mittelfristig soll hier neben der Schnellstraßenbrücke ein weiterer Brückenschlag erfolgen, nunmehr für die als Hochbahn weitergeführte U4. Die Linie wird dann nach Wilhelmsburg oder gar bis nach Harburg fortgesetzt.

Entworfen wurde der Bahnhof von Gerkan, Marg und Partner (gmp) zusammen mit den Ingenieuren von schlaich bergermann partner (sbp). Die markante, an Netzmaschen erinnernde Dachkonstruktion besteht aus bogenförmigen, sich kreuzenden Stahlrahmen. De rautenförmige Anordnung ergibt ein rostartiges Tragsystem, aus Einzelbögen, die sich gegenseitig stabilisieren. Bedingt durch die Krümmung der Stahlprofile wirkt die Konstruktion als Raumtragwerk, die die Halle wie liegende Röhre in Längsrichtung aussteift. Von dem grobmaschiges Netz der außenliegenden Hauptträger wurde die die Verglasung nach unten bzw. innen abgehängt. Ziel war es, die optische Präsenz des Stahltragwerkes im Stadtraum zu erhöhen, was die Architekten als formale, zeitgemäße Antwort auf die historische, frühindustrielle Ästhetik der benachbarten Elbbrücken verstanden wissen wollen.

An den beiden Stirnseiten bildet der Dachabschluss eine markante Spitze aus, die dem Rautenprinzip folgt und die den technoiden Charakter des Bauwerks noch einmal betont. Über Treppen, Fahrtreppen und Aufzüge sind die unterschiedlichen Ebenen miteinander verbunden. Im Untergeschoss ist eine Schalterhallte, oberhalb des Bahnsteigs gibt es bald zwei röhrenartige Brücken. Eine dient der Gleisquerung, die zweite, derzeit noch im Bau befindliche, wird als Skywalk fungieren, die den neuen U-Bahn-Halt mit der benachbarten S-Bahn-Station verbindet.

 

Bauzeit: 2016–2018

BGF: 3.750 m²

Länge/Breite/Höhe Dach ca. 136 m / ca. 32 m / ca. 16.25 m

Dachfläche: ca. 5.985m²

FÜR TRAGWERKSPLANER, BAUINGENIEURE & INTERESSIERTE ARCHITEKTEN

STRUCTURE-NEWSLETTER

Wir informieren Sie in unserem Newsletter regelmäßig über tragwerksrelevante Tehmen und richten dabei den Fokus auf die wichtige Rolle der Tragwerksplaner für das Gelingen anspruchsvoller Bauwerke.