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Reiner Pfisterer, Boßlertunnel, Bahnstrecke, Tunnelvortriebsmaschine, Tunnel

Der Boßlertunnel: Ein im Bauprozess optimierter Bahntunnel

Die Beauftragung im Jahr 2012 sah zunächst vor, die Streckentunnel vom Portal Aichelberg (km 39+720) bis km 42+100 in maschineller Bauweise mit Tunnelvortriebsmaschine (TVM) und einschaligem Ausbau mit Tübbingfertigteilen aufzufahren, während die restlichen etwa 6,4 km bis zum Portal Buch in Spritzbetonbauweise (SBW) mit Ortbeton-Innenschale als permanente Sicherung hergestellt werden sollten.

Um die Grundlage für eine verlängerte, zeit- und kostensparende TVM-Fahrt zu schaffen, fand im Zuge der Bauausführung ein umfangreiches Erkundungsprogramm statt − mit dem Ziel, die bisher als druckhaft eingeschätzten Bereiche genauer aufzuschließen und so eine verbesserte Prognose des zu erwartenden Gebirgsverhaltens zu erhalten.

Nach zahlreichen Erkundungen, Probennahmen und Laboruntersuchungen gelang der Nachweis, dass die Schildfahrt über km 42+100 hinaus verlängert werden kann – zugleich lagen belastbare Grundlagen für die weitere Planung und Ausführung vor. Im Anschluss galt es zu klären, ob die Baugrundverhältnisse in dem etwa 400 m langen letzten Tunnelabschnitt eine Weiterfahrt bis zum Portal Buch zulassen würden, obwohl eine TVM-Fahrt dort zunächst ausgeschlossen war. Nach zusätzlichen Untersuchungen sowie durch geophysikalische Messungen kam es auch in diesem Bereich zur Zulassung eines maschinellen Vortriebs, und die TVM erreichte nach etwa anderthalb Jahren die vorbereitete Zielkaverne am Portal Buch.

Nach der anschließenden Umsetzung der TVM begann im April 2017 die Herstellung der zweiten, westlichen Tunnelröhre. Die Inbetriebnahme des Tunnels erfolgt voraussichtlich im Jahr 2021.





Eine ausführliche Print-Dokumentation finden Sie in unserer Ausgabe structure 2/2017.

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