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Experimentelle Fassaden-Forschung

Wie lassen sich moderne großflächige Fassaden optisch aufbrechen und zugleich bautechnisch verbessern? Dieser Fragestellung gingen Studierende der TU Darmstadt und der TU Delft nach. In Kooperation mit der Unipor-Ziegel-Gruppe (München) entstanden zwei Seminar-Typen: ein Blockseminar inklusive Ziegelwerk-Exkursion in Delft sowie ein klassisches Seminar über mehrere Wochen mit theoretischem Schwerpunkt in Darmstadt. Die Studierenden entwarfen im jeweiligen Kurs neuartige Fassadenmodule, die sich in bestehende Mauerwerk-Systeme integrieren lassen. Voraussetzung war ein monolithisches System, das tragende und wärmedämmende Funktionen vereint. Dabei lag der Fokus zwar auch auf dem Design, doch sollten zugleich bauphysikalische Aufgaben – wie etwa Wärmebrücken –  berücksichtigt werden.

Aus unterschiedlichen Ziegel-Entwürfen wurde jeweils ein Element ausgewählt und mithilfe eines 3D-Druckers in ein Modell im Maßstab 1:4 übertragen. Bei der abschließenden Präsentation des Darmstädter Kurses stand in Sachen Funktionalität und Design vor allem ein Mauerziegel mit integrierter Entwässerung im Mittelpunkt. Dieser „Fallrohr-Stein“ versteckt das Entwässerungssystem in Fassadennähe. Zudem wäre er über den Gebäudesockel für Wartungsarbeiten erreichbar. Das System-Bauteil eröffnet laut den Studierenden die Möglichkeit, die Vertikalität der Fassade zu betonen und zugleich weniger ästhetische Elemente zu verdecken. Auf Basis von bestehenden Hochlochziegeln entwickelt, kann es einfach in ein entsprechendes System eingegliedert werden.

Die bundesweit agierende Unipor-Gruppe forscht intensiv an innovativen Möglichkeiten, modernes Hochlochziegel-Mauerwerk zu verbessern, und hat in diesem Zusammenhang das Forschungsprojekt mit den Technischen Universitäten realisiert. Nähere Informationen zu hochwärmedämmendem Ziegelmauerwerk erhalten Fachplaner und Architekten direkt bei der Unipor-Gruppe – abrufbar im Internet unter www.unipor.de (Rubrik „Bauexperten-Service“).

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