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Aussichtsturm, Rønnede, Dänemark, Effekt Arkitekter, Ove Arup & Partners, Stahlkonstruktion, barrierefrei

Hyberbolische Turmspirale: Camp Adventure Tower, Rønnede

Der »Camp Adventure Tower«, geplant von Effekt Arkitekter zusammen mit Tragwerksplanern von Ove Arup & Partners, gehört zum gleichnamigen naturnahen Erlebnispark auf Seeland, gut 50 km südlich von Kopenhagen. Die 45 m hohe Stahlkonstruktion ist eine Mischung aus Baumwipfelpfad und Aussichtsturm. Der Aufgang auf die rund 140 m über dem Meeresspiegel liegende Plattform erfolgt über eine 650 m lange Spiralrampe und ist vollkommen barrierefrei.

Hyperbolisches Paraboloid
Die sphärisch gekrümmte Silhouette des Turmes formt ein hyperbolisches Paraboloid mit einem Basisdurchmesser von 32,5 m. Die Außenhaut, ein grobmaschiges Netz halbmeterstarker Corten-Stahlrohre, bildet insgesamt 12 horizontale, aufeinander gestellt Fachwerkträger-Ringe, deren Knotenpunkte lageweise gespiegelt sind. So entstehen rautenartige Öffnungen, die Knoten sind jeweils vierfache Kreuzungspunkte. Der hyperbolischen Form entsprechend kippen die Trägerringe auf der unteren Hälfte nach innen und weiten sich ab da bis zur Turmspitze wieder auf den Basisdurchmesser auf. Runde Stahlflansche, an die Spiralrampe angeschlossen ist, zweigen von den diagonal verlaufenden Stahlrohren nach innen ab. Die Rampe setzt sich aus Haupt- und Nebenträgern zusammen, ihre Untersicht bekleiden unbehandelte Corten-Stahlplatten. Der Belag besteht aus einer radial zur Turmmitte angeordneten, sägerauen Holzbeplankung.

18 Fußpunkte
Die 18 Fußpunkte des Turmes stehen auf einem ringförmigen Streifenfundament, das drei Bäume umschließt. Sie sind mittels einbetonierter Schraubflansche fixiert. Zuvor war ein rechteckiges Gerüst als Hilfskonstruktion im Turmzentrum errichtet worden, an den kreisförmig auskragende Arbeitsebenen angesetzt waren, um die Trägerringe in ihren Knotenpunkten mit einander zu verschweißen. Dies geschah mit Hilfe weiterhin sichtbarer Metallstege, die in der Winkelhalbierenden angeordnet sind. Die Schweißarbeiten wurden in hölzernen, die Knotenpunkte temporär einkoffernden Boxen ausgeführt, die von den besagten Gerüstebenen zugänglich waren.

Der Kreis schließt sich
Die eigentliche Aussichtsplattform ist ein umlaufender Ring, an den der Aufgang elegant angeschlossen ist: Die Spiralrampe ist 2,00 m breit - genauso wie der oberste Plattformring an dem Punkt, wo erstere dessen Höhe erreicht. An dieser Anschlussstelle beträgt die Gesamtbreite der entsprechend Plattform 4,00 m. Gegen den Uhrzeigersinn nimmt von hier der Plattform Ring in seiner Breite ab, bis er nach 360° nur noch die erwähnten 2,00 m breit ist und der Rampenaufgang seitlich daran anschließt.

Mehr über die korrosionsbeständigen Hohlprofile lesen Sie hier.

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