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Infinity Dome, Lichtinstallation, tat team, formTL

InfinityDome: Pneumatische Kuppel auf Basis eines Wasser-Ballast-Systems

Die kreisrunde, pneumatische Kuppel ist konstruiert aus transluzentem Membranmaterial und verankert über ein so genanntes Wasser-Ballast-System. Dafür verläuft an der Basis der Kuppel ein Schlauch, dessen Einzelelemente erst beim Aufbau unter Druck mit Wasser befüllt werden und so leicht zu transportieren sind. Sämtliche Konstruktionselemente sind über Reißverschlüsse miteinander verbunden; sowohl die zwölf Einzelsegmente für den Wasserschlauch als auch Kuppel- und Schlauchelement werden somit aneinander gezippt. Damit ist gewährleistet, dass der Auf- und Abbau möglichst schnell von statten geht. Sollte ein Schlauchelement beschädigt sein, bleibt die Gesamtkonstruktion weiterhin stabil und das entsprechende Element kann laut Tragwerksplaner problemlos ausgetauscht werden.
 
Links und rechts der zwei Schleusen sorgen vier betongefüllte Ballastkörper mit Metallhülle für die nötige Stabilität an den Kuppeldurchdringungen. Ihre Geometrie entspricht dabei den verformten, mit Wasser befüllten Schlauchsegmenten. Um die Kuppel unter Spannung und in Form zu halten, ist am Rand der Öffnungen ein Seil in eine umlaufende Seiltasche eingefädelt, das in den Türballastkörpern verankert wird. An die Seiltasche schließt ein Balg als Pufferzone an, um Verformungen und Toleranzen zwischen Kuppel und Schleusenkästen aufzunehmen. Die Schleusen sind Ein- bzw. Ausgang und Fluchtweg in einem. Für die Außenhülle der Kuppel mit 16 Meter Durchmesser wurden einzelne Membransegmente miteinander verschweißt, sodass das Gewölbe am Ende nur aus einem Element besteht.
 
Bis zu 200 Personen kann der InfinityDome fassen, der zudem voll klimatisier- und heizbar ist. Für die 4K-Projektionstechnik ist im Innenraum eine zweite Kuppel aus Greyscreen-Material aufgebaut. Beide Membranen werden über Unter- bzw. Überdruck pneumatisch mit einem Zwischenraum aufgespannt. So wirkt die Projektion entweder auf der Projektionshalbkugel im Innenraum oder auch direkt auf der Außenhülle aus transluzentem Material. Aufgebaut wurde die Kuppel zunächst auf dem Berliner Mariannenplatz. Weitere Standorte folgen in Kürze.

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