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Internationaler Hochhauspreis, Torre Reforma, L Benjamín Romano, Santiago Arau

Internationaler Hochhauspreis 2018: Torre Reforma in Mexiko

Nachdem der Torre Reforma leider nur elf Monate lang das höchste Gebäude Mexikos war, ist die Freude über den frisch gewonnenen Preis umso größer.

Auf einem beinahe dreieckigen Grundriss erhebt sich der skulpturale Turm, der durch zwei nahezu geschlossene Betonfassaden wie ein riesiger monolithischer Fels wirkt. Zu einer Seite öffnet sich die Fassade: Hier bieten großformatige Verglasungen weite Ausblicke über den nebenliegenden Chapultepec-Park. Im oberen Drittel ist der Baukörper abgeschrägt, was ihn fragiler und eleganter wirken lässt.

Insgesamt 57 Stockwerke summieren sich zu einer Höhe von knapp 250 m. Hauptsächlich beinhalten sie Büroräume, mit Ausnahme von den ersten beiden Geschossen, die auch kommerziell genutzt werden. Diese Verbindung zum öffentlichen Leben integriert das Gebäude ins bunte Treiben des Paseo de la Reforma, einem belebten Boulevard direkt vor den Türen des Turms. Als Hauptadresse fungiert ein historisches Bestandsgebäude aus den 30er-Jahren, das vor dem Abriss bewahrt und zeitweise versetzt wurde. So interagiert das Projekt auch mit der geschichtlichen Situation in Mexiko-Stadt.

Davon abgesehen überzeugte der Entwurf die Jury durch seine Nachhaltigkeit, den energetischen Aspekt und das erdbebensichere Tragwerk, das zusätzlich ein wichtiges Gestaltungsmerkmal ist. So kann sich das Büro von L. Benjamín Romano nun über ein Preisgeld von 50 000 Euro freuen, dotiert vom Deutschen Architekturmuseum, der DekaBank und der Stadt Frankfurt.



Die Ausstellung, die alle nominierten Projekte zeigt, ist noch bis 3. März 2019 im DAM in Frankfurt zu sehen.

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