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MCEA | Arquitectura, Sporthalle, Ibiza

Lichtwerk aus Stahl und Mauerstein: Sporthalle auf Ibiza

Das Dach der neuen Gebäudehülle des 2.309 Quadratmeter großen Sportzentrums ist als Sheddach ausgebildet. Es hat eine Höhe von 10 Metern und eine lichte Weite von 47,5 Metern quer in Ost-West-Richtung. Mit einem Abstand von jeweils 8,90 Metern ist es fünfachsig aufgebaut. Von innen unsichtbar sind die Fachwerkträger mit einem Untergurt aus RHS- (150 x 150 mm) und einem Obergurt aus H-Profilen. Ein System aus Dachbalken aus H-Profilen überspannt die Träger in Längsrichtung. Die Lasten werden über H-Profil-Stützen abgetragen, die jeweils in halbem Achsabstand zueinander liegen.  Zusammen mit horizontalen RHS-Balken (Ost- und West-Fassade: 120 x 180 x 4 mm, Nord- und Südfassade: 120 x 180 x 8 mm) bilden diese das Fachwerk der Gebäudehülle. Das in einem Gittermuster perforierte Mauerwerk aus Lochziegeln (237 x 114 x 50 mm) ist alle sieben Lagen mit der Stahlstruktur verbunden. Dafür wurde ein vorgefertigtes Bewehrungselement aus zwei in Längsrichtung parallel verlaufenden Drähten verwendet, die mit einem diagonal verlaufenden dünneren Draht verschweißt sind. Das System wurde in die Lagerfugen eingemörtelt.

Die Idee hinter der neuen Gebäudehülle war es, eine Verbindung zwischen Innen- und Außenraum zu schaffen, um den Charakter der bestehenden Sportanlage zu erhalten. Wichtig war es den Architekten, die im Tagesverlauf changierenden Farbschattierungen, die die Sonne auf das Gebäude projiziert, in das Innere zu bringen. Um diese Wechselbeziehung zu modellieren, bestimmten sie sechs verschiedene Oberflächen: den Boden in einem für die Balearen typischen Blauton, die Dachuntersicht aus gewelltem, die Umgebung spiegelndem Aluminium und die vier Außenmauern in den 24 cm starken weißen Mauerziegeln. Diese sind in einem klar definierten Wechsel aus massiver und perforierter Oberfläche gestaltet. Der Öffnungsanteil der Fassade liegt bei rund 43 Prozent.

Aus der Kubatur des Daches, der Anordnung der Perforierung des Mauerwerks und der homogenen weißen Fläche heraus wirken die Fassaden von außen mal bildlich flächig, mal dreidimensional.  Die Oberlichter sind nach Norden ausgerichtet; genau wie die perforierten Fassaden garantieren sie eine Ausleuchtung der Halle mit gleichmäßigem, indirektem Licht. Es ist angedacht, auf den nach Süden orientierten und vom Winkel her optimal geneigten Dachflächen in Zukunft Photovoltaikelemente zu installieren.

Weitere Informationen:

Fertigstellung: 2017
Bauüberwachung: María José González Vicente
Ausführung Management: José María López Llaquet
Generalunternehmer: TECOPSA
Zeichnungen: MCEA | Arquitectura
Fotos: David Frutos Fotografía de Arquitectura