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Norderelbbrücke, Hamburg, Ausstellung, gmp, LAP

Neue Norderelbbrücke der A1: Ausstellung in Hamburg

Die Norderelbbrücke wurde 1963 nach den Entwürfen der Architekten Jux und Freese geschaffen. Sie ist einerseits sanierungsbedürftig, andererseits aber ohnehin viel zu schmal, da langfristig die gesamte A1 auf vier Richtungsfahrstreifen mit Seitenstreifen ausgebaut werden soll. Für den Ersatzneubau wurde ein Realisierungswettbewerb ausgelobt, dessen Einreichungen zwischen dem 03. und 30. Juni in der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, in der Neuenfelder Straße 19 in Hamburg gezeigt werden.

Die Wettbewerbsjury unter Vorsitz von Prof. Dr. Mahrzahn vom BMVI hatte sich bereits im vergangenen Februar für den Entwurf der Planungsgemeinschaft aus Gerkan Marg und Partner Architekten (gmp) und Leonhardt Andrä und Partner (LAP) entschieden. Bewusst wählte man einen weniger exaltierten Entwurf, um das vorhandene, naturnahe Landschaftsbild nicht stärker als bisher zu gefährden. Tatsächlich betrachten gmp wie auch LAP ihren Entwurf als eine evolutionäre Fortentwicklung des Vorgängerbauwerks: Wie dieses handelt es sich um eine Schrägseilbrücke, nunmehr jedoch in einer gedoppelten Ausführung, die aus zwei parallelen Brückenkästen und insgesamt sechs Pylonen besteht. Infolge der Ufertopografie ergaben sich neben dem die Fahrrinne überspannenden Hauptfeld zwei unterschiedlich weit spannende Nebenfelder. Auf diese Tatsache reagierten die Planer so markant wie überraschend mit zwei unterschiedlich hohen Pylonenscharen. Während die niedrigeren Pylone jeweils mit zwei Schrägseilpaaren ausgestattet sind, weisen die Höheren drei davon auf. Jede Doppelbrückenhälfte wird vier Fahr- sowie einen Randstreifen aufnehmen. Zusätzlich wird auf der Südflanke der Brücke, jedoch konstruktiv davon losgelöst, eine Fuß- und Radwegquerung über die Elbe geschaffen. Sie ist wie die beiden Fahrtrichtungen ein separater Hohlkastenträger, der eine Pylonbreite Abstand zu dem benachbarten Fahrbahnbrückenkörper hat.

Die Brücke soll eine silbern-helle Beschichtung erhalten, die die Farbe von Wasser und Himmel reflektiert und die filigranen Schrägseildetails optisch in Szene setzt. Die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) betreut die Realisierung im Auftrag des Bundes. Das Planfeststellungsverfahren ist ab 2021 vorgesehen, der Bau wird frühestens 2024 beginnen.

 

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