You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

print article Artikel drucken
Mensa, Neubau, Schulmensa, Steinheim/Murr, Glasfassade, Wacotech, Sonnenschutz

Ohne Ecken und Kanten: Neubau einer Schulmensa in Steinheim/Murr

Tragwerk
Realisiert wurde der Neubau als zweigeschossige massive Stahlbeton- und Stahlbaukonstruktion ohne Unterkellerung. Die tragende Stahlkonstruktion besteht im Saalbereich aus üblichen Walzprofilen, die als rechtwinkliger biegesteifer Rost ausgebildet sind. Am Rand schließt der Trägerrost mit einem umlaufenden Rechteckhohlprofil ab. Das Dach wird entlang der Fassade und im Innenbereich auf Pendelstützen aus Rundhohlprofilen aufgelagert. Die Innenstützen werden für eine optionale Galerieerweiterung verstärkt. Zur Erzielung einer schubsteifen Dachscheibe ordnete man in den Feldern noch zusätzliche Aussteifungsverbände an.
 Die Decke über 1.OG (Dach) ist als 20 cm dicke, zweiachsig gespannte Stahlbetondecke in C25/30 ausgeführt. Die Auflagerung erfolgt linienförmig auf den Stahlbetonwänden des 1.OG. Ausgesteift wird die Gesamtkonstruktion in Längs- und Querrichtung durch den monolithischen Anschluss der Decken an die Stahlbetonwandscheiben und wandartigen Träger.
 
Fassadenkonstruktion 

Die Unterkonstruktion der Fassade besteht aus Winkelprofilen und Flachstählen. Sie wurde in zwei Bereiche unterteilt. Der untere Teil steht auf einem Winkelprofil, das an der Frostschürze bzw. Bodenplatte befestigt wird. Der obere Teil der Fassade steht auf einem Flachstahl, der als Lastsammler für die Horizontallasten dient. Dieser wurde in einem regelmäßigen Abstand jeweils nach oben an eine L-förmige Kragkonstruktion gehängt, die an das Randprofil biegesteif angeschlossen ist.

Im Bereich der Anlieferung wurde für die Fassade ebenfalls eine Stahlkonstruktion ausgeführt. Dabei kamen für die Stützen Walzprofile zum Einsatz. Im Bereich des Müllraums gründen diese auf Einzelfundamenten. Die Stützen, die sich auf der Decke über EG befinden, sind in diese eingespannt. Entlang des Kopfpunktes der Fassade wird ein geschweißter T-Querschnitt vorgesehen, welcher die Konstruktion etwas versteift und als horizontaler Lastsammler dient. Im Bereich der Decke über EG steht der obere Teil der Fassade auf einem Winkelprofil, das an die Decke befestigt wird. Der untere Teil der Fassade steht auf einem an die Bodenplatte/Frostschürze angedübelten Winkel. Im Bereich des Müllraums gibt es in der Mitte und am Fußpunkt noch ein Rechteckhohlprofil zur Aussteifung.
 
Wärmedämmung und Sonnenschutzeinlage Fassade

In der Profilglasfassade kommen 520 Quadratmeter der transluzenten Wärmedämmung (TWD) TIMax GL-Plus F sowie die Sonnenschutzeinlage TIMax LT der Herforder Wacotech zum Einsatz. Die TWD senkt den Wärmedurchgangskoeffizienten der doppelschaligen Profilglasfassade auf Ug = 1,2 W/(m2K) und lässt bei gleichzeitig guter Lichtstreuung ein Maximum an Tageslicht ins Innere der Mensa. Sie bietet ein angenehmes Raumklima durch eine schlagschattenfreie Verteilung des einfallenden Lichtes sowie Sonnen- und Blendschutz und damit einhergehend Schutz vor sommerlicher Überhitzung. Die als Sonnenschutzeinlage an der Innenseite der inneren Glasscheibe angebrachte lichtdurchlässige Glasgewebeeinlage TIMax LT erzeugt eine gleichmäßige Optik auf der Fassadeninnenseite und verbessert den U-Wert geringfügig. In Kombination mit dem transluzenten Glasgespinst TIMax GL-PlusF reduziert sie den Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert) der Glasfassade auf 0,23, so dass in vielen Fällen nach bauphysikalischer Auslegung auf eine außen liegende Verschattung verzichtet werden kann. 

FÜR TRAGWERKSPLANER, BAUINGENIEURE & INTERESSIERTE ARCHITEKTEN

STRUCTURE-NEWSLETTER

Wir informieren Sie in unserem Newsletter regelmäßig über tragwerksrelevante Tehmen und richten dabei den Fokus auf die wichtige Rolle der Tragwerksplaner für das Gelingen anspruchsvoller Bauwerke.