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Binhai, Tianjin, China, gmp

Parasol Passage - Binhai Kultur Center

Am Anfang stand die Skizze eines Schirms als einendes Symbol, unter dessen Dach fünf Kulturbauten zusammengefasst sind: ein Science & Technologie Museum (Bernhard Tschumi Architects), eine Bibliothek (MVRDV), ein Kunstmuseum (gmp), ein Theater (Revery Architecture) und ein Bürgenzentrum (Hua Hui Architects).

gmp entwickelte aus der noch gegenständlichen Schirmidee eine parasolartige Stützenkonstruktion. Mit dieser überdachten sie die boulevardartigen Freibereiche gewölbeartig und werteten so das locker zusammengefügte Ensemble zu einer Kultur-Mall auf. Eine Vorstudie zu den Stützen entwickelten die Ingenieure von Schlaich Bergermann Partner. Die eigentliche Tragwerksplanung erfolgte durch Tianjin Architectural Design Institute (TADI).

Eine sich über 330 m erstreckende und 25 m breite, in Nord-Südrichtung verlaufende Hauptachse kreuzt mittig eine rund 100 m lange und mit 60 m gut doppelt so breite Ost-West-Achse. Diese ist als Plaza gedacht, auf der größere Veranstaltungen, wie etwa Konzerte veranstaltet werden. Die Passage ist über zwei Ebenen organisiert: Das im ersten Obergeschoss angeordnete, hallenartige Niveau verbindet die Kulturbauten. Darunter, über zahlreiche Treppen angebunden, befinden sich kulturnahe Geschäfte und Gastronomie. Das feine Stabwerk aus Horizontallamellen und der schieren Raumhöhe verleiht dem Bauwerk die Aura einer von Licht durchfluteten gotischen Kathedrale.
 
26 Parasolstützen

Die 30 m hohen, Stahlstützen werden mit einem trichterförmigen Rechteckschirm beschlossen. Die geneigten Dachflächen bestehen aus Glas und wird von innen liegenden, horizontalen Aluminiumlamellen sparrenartig gegliedert. Diese Metallsparren filtern das Licht und sorgen für einen baulichen Sonnenschutz. Bei den 26 Parasolstützen handelt es sich um im Boden eingespannte Konstruktionen, die an den Schirmrändern in den Gewölbescheiteln statisch voneinander getrennt sind. Eine momentenfreie Abdichtung verhindert hier das Eindringen von Regenwasser. Dies wird über die Glasdachflächen hinweg zum rechteckigen Stützenkern geführt und über integrierte Fallleitungen drainiert.

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