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New York, Hochhaus, Wohnungsbau, Rafael Vinoly

Schwindelerregend: Superschlanke Wohnhochhäuser in New York

Schlankheitsgrad 24:1
So vollendete im Vorjahr der US-Architekt Rafael Viñoly etwa die »432 Park Avenue« nahe dem Central Park auf einer Grundfläche von 28 m x 28 m und einer Gebäudehöhe von 426 m. Der Schlankheitsgrad des Wohnhochhauses beträgt damit 15:1. Zum Vergleich: Das Verhältnis beim Empire State Building liegt bei 6:1. Nur vier Blocks weiter, an der 111 West 57th Street entsteht derzeit mit dem "Steinway Tower" ein Bau, der einmal einen Schlankheitsgrad von 24:1 aufweisen wird. Und auch die Basler Architekten Herzog de Meuron haben hierzu an der 56 Leonard Street ihren architektonischen Beitrag geliefert.

Schwingungsgedämpftes Wohnen

Während es statthaft ist, dass Bürohochhäuser bei widrigem Wetter noch geringfügig schwanken, ist dies für die Residenzen der Superreichen (und niemand anderes wohnt in diesen Gebäuden) undenkbar, weshalb die Schwingungsdämpfung bei diesen Bauten ein zentrales Thema ist: In der Regel werden große Wassertanks in die Turmspitzen eingehängt, um Schwankungsbewegungen durch Massenträgheit zu bremsen. Zudem ist die Außenhaut extra steif ausgeführt und ein essentieller Teil des Tragwerks. Entsprechend ist das Baumaterial der Wahl großzügig eingesetzter Ultrahochleistungsbeton.

Turmstabilisierender Sog

Aussteifende Strategien, die sich an einer Grashalmstatik orientieren, werden hier angewandt; gerne wird auch mit diskret realisierten Diagonalverbindungen zum Gebäudekern gearbeitet. Beim Viñoly-Bau sind dies vier Technikgeschosse, die zudem in einer halboffenen Bauweise ausgeführt sind. Seitenwinde fallen hier ein und umströmen ein zentrales, zylindrisches Betonvolumen. So entsteht – wie bei einer Flugzeugtragfläche – ein turmstabilisierender Sog.

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