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StructuralAwards 2018: Oscar für Bauingenieure

Mit Leonhardt Andrä und Partner erhielt in diesem Jahr erstmals ein deutsches Büro den Hauptpreis des StructuralAwards 2018 für die Tamina-Talbrücke bei St. Gallen/CH. Die Institution of Structural Design ist ein britischer Tragwerksplaner-Verband, der seit 1968 herausragende konstruktive Projekte, vornehmlich in Großbritannien prämiert. Seit 2010 besteht eine Kooperation mit der britischen Tageszeitung »The Telegraph«.

Der bis dahin jährlich verliehene Einzelpreis wurde zum SupremeAward aufgewertet und erhielt in nur wenigen Jahren zahlreiche Unterkategorien. Seit diesem Jahr sind es 15 an der Zahl. Mehr als zwei Drittel davon zeichnen exklusive Kernkompetenzen der Bauingenieurskunst aus:  

- Schlanke Konstruktionen
- Weitgespannte Tragwerke
- Kraftfahrzeugbrücken
- Fußgängerbrücken
- Strukturen für extreme Bedingungen
- Statische Transformationen
- Innovative Konstruktionen
- Bestandsintegrierte Konstruktionen
- Künstlerische Konstruktionen
- Effektive Bauweise

Vier weitere bedienen den »Grenzbereich« zur Architektur:

- Kleine Gebäude
- Mittlere Gebäude
- Denkmalpflege
- Nachhaltigkeit

In jeder Kategorie gibt es jeweils einen Preisträger, die aus einer gut drei Monate vorher bekannt gegebenen Short-List von einer prominenten Fachjury ausgewählt werden. Diese 15 Preisträger bilden wiederum die Short-List des Hauptpreises, dem SupremeAward.

Bewerben kann man sich mit beliebig vielen Projekten gleichzeitig, diese können wiederum jeweils für maximal zwei Kategorien vorschlagen werden. Das Procedere erinnert an die Oscarverleihung in Hollywood. Auch hier gibt es kein Preisgeld, sondern allein Ruhm und Ehre sowie eine gravierte Metallplakette für das Bauwerk. Die Preisvergabe kommt mit erheblich weniger Glamour als die Oscars aus und findet traditionell in einer ehemaligen Brauerei in Zentral-London statt. Dafür kostet eine Projektanmeldung £ 290 und eine Eintrittskarte zur Verleihung £ 195.

Diesjährige Preisträger
Mit dem diesjährigen SupremeAward ausgezeichnet wurde mit Leonhardt Andrä und Partner erstmals ein deutsches Ingenieurbüro für die Tamina-Talbrücke im Schweizer Kanton St. Gallen. Bei ihr handelt es sich um die mit 475 m weiteste eidgenössische Bogenbrücke. Dem Hauptpreis vorausgegangen war die Ehrung als beste Kraftfahrzeugbrücke. In anderen Unterkategorien ausgezeichnet wurden etwa der Dubai Frame als das schlankeste Bauwerk, die neuseeländische Perry Bridge als die schönste Fußgängerbrücke oder der Steve Jobs Theater Pavillon im kalifornischen Cupertino als die künstlerischste Konstruktion.

FÜR TRAGWERKSPLANER, BAUINGENIEURE & INTERESSIERTE ARCHITEKTEN

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