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WM-Stadion Wolgograd, gmp Architekten, Schlaich Bergermann Partner, Russland

WM-Stadion Wolgograd: Kompakt und anmutig

Nachdem Russland Ende 2010 den Zuschlag für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 bekommen hatte und Wolgograd als Spielort vorgesehen war, brauchte die Stadt ein WM-taugliches Stadion. Gefordert waren unter anderem eine Kapazität von ca. 45 000 Besuchern sowie eine kreisrunde Grundform. Auf dieser Grundlage entwickelten die mit der Planung beauftragten gmp Architekten eine ovale Tribünenschüssel mit parallel zum Spielfeldrand verlaufenden Sitzreihen, die günstige Sichtverhältnisse für alle Zuschauer bieten. Die neue Arena wurde auf dem Gelände des ehemaligen Zentralstadions im Norden der Millionenstadt direkt am Ufer der Wolga errichtet.

Fassade, Foliendach und die Schüssel sind als unabhängige konstruktive Systeme konzipiert. Die einfache Geometrie ermöglichte die Errichtung mit Betonfertigelementen sowie eine effiziente Organisation der Funktionsbereiche. Auf der Höhe des ersten Obergeschosses – zwischen Unter- und Oberrang – befinden sich ein Zuschauerumgang und ein weitgehend offenes Foyer, das sich zum Spielfeld hin orientiert.  
Eine leichte Ringseilkonstruktion überdacht die Tribünenbereiche.

Mit ihrer polygonalen, netzartigen, wie gewebt erscheinenden Textur erzeugt die Fassade eine bildhafte Analogie zur russischen Web- und Flechtkunst. Die sichtbare, selbsttragende Stahlkonstruktion, ein auf dem Kopf stehender Kegelstumpf, der an seiner knapp 50 Meter hohen Traufe einen Durchmesser von 290 Metern aufweist, folgt dem geometrischen Prinzip eines hyperbolischen Paraboloids. Die primäre Rhombenstruktur überlagert sich mit sekundären räumlichen Verstrebungen, die zusammen die vielschichtige, unverwechselbare Erscheinung des Stadions erzeugen.

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